DNS-Einstellungen für mail-connect Dienste

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Dieser Artikel beschreibt Schritt für Schritt, wie Sie die DNS-Einträge Ihrer E-Mail-Domain für die Nutzung der mail-connect CLOUD korrekt einrichten. Zu jedem Schritt finden Sie außerdem die häufigsten Fehlerquellen und deren Auswirkungen.

  • In den folgenden Abschnitten wird die Domain "beispieldomain.eu" als Beispiel für die benötigten DNS-Einträge verwendet. Passen Sie die DNS-Einträge so an, dass sie auf Ihren gewünschten Domain-Namen passen.

Betreiben Sie für eine Domain niemals zwei parallel aktive Mailsysteme, also z.B. die mail-connect CLOUD und gleichzeitig einen anderen Anbieter wie Microsoft 365. Zwei parallel aktive Mailsysteme führen dazu, dass E-Mails verloren gehen können und/oder in veralteten Postfächern landen.



Übersicht

Für den Betrieb einer E-Mail-Domain in der mail-connect CLOUD sind vier DNS-Einträge erforderlich:

  • MX - legt fest, welcher Mailserver E-Mails für Ihre Domain annimmt
  • SPF - legt fest, welche Mailserver in Ihrem Namen versenden dürfen
  • DKIM - signiert Ihre ausgehenden E-Mails digital
  • DMARC - legt fest, wie Empfänger mit nicht validierten E-Mails Ihrer Domain umgehen sollen

Hinweis:

  • SPF, DKIM und DMARC schützen Ihre Domain vor Phishing-Angriffen, Spoofing und der Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails im Namen Ihrer Domain. Diese Einträge sind für die mail-connect CLOUD verpflichtend.
  • Die Einträge werden in der DNS-Verwaltung derjenigen Stelle vorgenommen, die den Nameserver Ihrer Domain betreibt. Wird Ihre Domain über all-connect verwaltet, finden Sie die DNS-Verwaltung im Kunden-Portal.
  • Änderungen im DNS sind je nach TTL nicht sofort weltweit aktiv. Planen Sie bis zu 24 Stunden ein, bevor Sie eine Änderung als wirkungslos bewerten.

1 Schritt - MX-Records einrichten

Der MX-Eintrag legt fest, welcher Mail-Server für Ihre E-Mails aktiv sein soll und Ihre E-Mails empfangen soll. Wichtig, Sie können immer nur einen "aktiven" Mail-Server definieren, andererseits kommt es zu Fehlern.

Tragen Sie folgenden Eintrag ein:

@     IN      MX 10    mx.mail-connect.net.

Hinweis:

  • Das o.g. Beispiel erstellt also einen MX-Record für den Hostnamen beispieldomain.eu
  • Weitere MX-Einträge werden nicht benötigt, weil unser Hostname mx.mail-connect.net bereits mehrere MX-Nodes redundant im DNS führt. Dies ist sinnvoll, damit wir bei Wartungen oder Störungen selbständig das Routing bestimmen können und Sie nicht Ihrerseits DNS-Einstellungen ändern müssen.
  • Bitte achten Sie auf den abschließenden Punkt "." nach mx.mail-connect.net.

Häufige Fehler beim MX-Record und wie diese behoben werden können

  • Kein MX-Eintrag vorhanden: Dies führt dazu, dass Sie über das Internet keine E-Mails empfangen können. Ohne MX-Eintrag können externe Server keine E-Mails an Ihre Domain zustellen. Bitte tragen Sie den oben gezeigten MX-Record ein.
  • MX-Eintrag zeigt auf einen anderen Anbieter (z.B. Microsoft 365), obwohl in der mail-connect CLOUD noch ein Mailserver besteht: mail-connect kann in manchen Fällen den externen Anbieter nicht erreichen. Eingehende E-Mails werden dann nicht weitergeleitet und gehen verloren bzw. werden an stillgelegte Konten zugestellt. Entfernen Sie entweder den fremden MX-Eintrag, oder kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Mailserver für Ihre Domain deaktivieren können.
  • MX-Eintrag zeigt auf die mail-connect CLOUD, für die Domain ist bei uns aber kein Mailserver eingerichtet oder aktiviert: Eingehende E-Mails kommen zwar bei uns in der Cloud an, können dort aber nicht zugestellt werden und gehen verloren. Kontaktieren Sie uns, damit wir den Mailserver für Ihre Domain einrichten bzw. aktivieren, oder tragen Sie die MX-Records Ihres externen Anbieters ein.
  • Fehlender Punkt am Ende: Ohne den abschließenden Punkt interpretieren viele Nameserver den Wert als relativ und hängen Ihre eigene Domain an, der Eintrag zeigt dann auf mx.mail-connect.net.beispieldomain.eu und ist wirkungslos. Bitte achten Sie darauf, dass der letzte Punkt korrekt eingetragen ist.







Fehler am SPF-Eintrag

Der SPF-Eintrag legt fest, welche Mailserver berechtigt sind, E-Mails im Namen Ihrer Domain zu versenden. Fehlt ein Eintrag oder ist ein falscher hinterlegt, kann es dazu kommen, dass E-Mails als Spam eingestuft oder abgewiesen werden.

Hinweis:

Kein SPF-Eintrag vorhanden

Dies führt dazu, dass der Versand über die mail-connect CLOUD von vielen Empfängern als unsicher eingestuft wird und Ihre E-Mails möglicherweise im Spam-Ordner beim Empfänger landen bzw. abgewiesen werden.

Mögliche Lösungsansätze:

  • Sie nutzen die mail-connect CLOUD: Tragen Sie mindestens folgenden SPF-Eintrag ein.
@     IN      TXT      v=spf1 include:_spf.mail-connect.net ?all
  • Sie nutzen einen anderen oder weitere andere Anbieter (z.B. für Newsletter): Tragen Sie zusätzlich den SPF-Eintrag Ihres Anbieters ein.

SPF-Eintrag enthält nur einen Fremdanbieter, während die mail-connect CLOUD noch aktiv ist

Solange mail-connect noch aktiv ist und E-Mails über unsere Server versendet werden, erkennen empfangende Mailserver diese E-Mails als nicht autorisiert - da unsere Server nicht im SPF-Eintrag stehen. Dies kann dazu führen, dass Ihre E-Mails beim Empfänger im Spam-Ordner landen oder vollständig abgewiesen werden.

Mögliche Lösungsansätze:

  • Wie oben unter Kein SPF-Eintrag vorhanden.

Es existieren zwei separate TXT-Einträge für SPF

Betrifft Domains, für die zwei TXT-Einträge mit v=spf1 hinterlegt sind. Dies führt dazu, dass die SPF-Prüfung beim Empfänger komplett fehlschlagen kann - E-Mails werden ggf. abgewiesen oder als Spam eingestuft.

Mögliche Lösungsansätze:

  • Sie möchten beide Anbieter nutzen: Fassen Sie beide SPF-Einträge zu einem einzigen TXT-Eintrag zusammen, z.B.
@     IN      TXT      v=spf1 include:_spf.mail-connect.net include:Zweiter-Anbieter-Eintrag ?all
  • Sie möchten nur einen Anbieter nutzen: Löschen Sie den nicht benötigten SPF-Eintrag, sodass nur noch ein TXT-Eintrag vorhanden ist.

Fehler an DKIM-Einträgen

DKIM ist ein Verfahren, das die Mailserver-Herkunft von E-Mails beim Versand digital signiert. Empfangende Mailserver können anhand der hinterlegten öffentlichen DKIM-Schlüssel prüfen, ob die Herkunft einer E-Mail über den jeweiligen Mailserver (Anbieter) legitimiert ist.

DKIM-Eintrag fehlt komplett

Dies führt dazu, dass empfangende Mailserver nicht verifizieren können, ob E-Mails legitim über die mail-connect CLOUD versendet werden - E-Mails können als Spam eingestuft oder abgewiesen werden und die Reputation der mail-connect CLOUD kann beeinträchtigt werden.

Mögliche Lösungsansätze:

  • Sie möchten mail-connect nutzen: Tragen Sie den korrekten DKIM-Eintrag in Ihren DNS-Einstellungen ein.
mail-connect._domainkey     IN      TXT      v=DKIM1; k=rsa; p=MIGfMA0GCSqGSIb3DQEBAQUAA4GNADCBiQKBgQDCdG1MYcrYYxCb3fcCSfgs6GyprlkaKNJ1qCsru1B0/ndQD7iLFECzU2UPGXlSsevM56HxvAQNodjA0zvyrPbAKKdStEeLj1IbySxUoqRjCQOviLS4SI8duVtTd53kum1ugvQtGd7byj6THGkIvJEpI22QzhF2uMfh9ijCiesjAQIDAQAB
  • Sie möchten mail-connect nicht nutzen: Kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Dienst für Ihre Domain deaktivieren.

Hinweis:

  • Bitte beachten Sie, dass Sie die o.g. graue Zeile in Ihrem Nameserver nur als eine einzige Zeile ohne Zeilenumbruch eintragen.

DKIM-Eintrag vorhanden, aber Schlüssel falsch oder verändert

Dies führt dazu, dass die Signaturprüfung fehlschlägt. Die Auswirkungen sind identisch mit einem fehlenden DKIM-Eintrag.

Mögliche Lösungsansätze:

  • Sie möchten mail-connect nutzen: Ersetzen Sie den vorhandenen Eintrag durch den korrekten Schlüssel (s.o.).
  • Sie möchten mail-connect nicht nutzen: Kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Dienst für Ihre Domain deaktivieren.