DNS-Einstellungen für mail-connect Dienste KI: Unterschied zwischen den Versionen

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Dieser Artikel beschreibt Schritt für Schritt, wie Sie die DNS-Einträge Ihrer E-Mail-Domain für die Nutzung der ''mail-connect CLOUD'' korrekt einrichten. Zu jedem Eintrag finden Sie außerdem die häufigsten Fehlerquellen und deren Auswirkungen.
Dieser Artikel beschreibt Schritt für Schritt, wie Sie die DNS-Einträge Ihrer E-Mail-Domain für die Nutzung der ''mail-connect CLOUD'' korrekt einrichten. Zu jedem Schritt finden Sie außerdem die häufigsten Fehlerquellen und deren Auswirkungen.


{{Achtung|*In den folgenden Abschnitten wird die Domain ''"beispieldomain.eu"'' als Beispiel für die benötigten DNS-Einträge verwendet. Passen Sie die DNS-Einträge so an, dass sie auf Ihren gewünschten Domain-Namen passen.
{{Achtung|Betreiben Sie für eine Domain niemals zwei parallel aktive Mailsysteme, also z.B. die mail-connect CLOUD und gleichzeitig einen anderen Anbieter wie Microsoft 365. Zwei parallel aktive Mailsysteme führen dazu, dass E-Mails verloren gehen können und/oder in veralteten Postfächern landen.}}


Betreiben Sie für eine Domain niemals zwei parallel aktive Mailsysteme, also z.B. die mail-connect CLOUD und gleichzeitig einen anderen Anbieter wie Microsoft 365. Zwei parallel aktive Mailsysteme führen dazu, dass E-Mails verloren gehen können und/oder in veralteten Postfächern landen.
''<tt>In den folgenden Abschnitten wird die Domain ''"beispieldomain.eu"'' als Beispiel für die benötigten DNS-Einträge verwendet. Passen Sie die DNS-Einträge so an, dass sie auf Ihren gewünschten Domain-Namen passen.</tt>''


}}


=Übersicht=
=Übersicht=
Für den Betrieb einer E-Mail-Domain in der mail-connect CLOUD sind vier DNS-Einträge erforderlich:
Für den Betrieb einer E-Mail-Domain in der mail-connect CLOUD sind vier DNS-Einträge erforderlich:
 
*''MX'' - legt fest, welcher Mailserver E-Mails für Ihre Domain annimmt
{| class="wikitable"
*''SPF'' - legt fest, welche Mailserver in Ihrem Namen versenden dürfen
! Eintrag !! Wofür er da ist !! Was passiert, wenn er fehlt
*''DKIM'' - signiert Ihre ausgehenden E-Mails digital
|-
*''DMARC'' - legt fest, wie Empfänger mit E-Mails umgehen sollen, die die SPF- oder DKIM-Prüfung nicht bestehen
| '''MX''' || Legt fest, welcher Mailserver E-Mails für Ihre Domain ''annimmt''. || Sie empfangen gar keine E-Mails.
|-
| '''SPF''' || Legt fest, welche Mailserver in Ihrem Namen ''versenden'' dürfen. || Ihre E-Mails landen beim Empfänger im Spam.
|-
| '''DKIM''' || Versieht Ihre ausgehenden E-Mails mit einer ''digitalen Signatur''. || Ihre E-Mails landen beim Empfänger im Spam.
|-
| '''DMARC''' || Legt fest, wie Empfänger mit E-Mails umgehen sollen, die die Prüfung ''nicht bestehen''. || Große Anbieter wie Gmail und Outlook weisen Ihre E-Mails ab.
|}


Hinweis:
Hinweis:
*SPF, DKIM und DMARC schützen Ihre Domain vor Phishing-Angriffen, Spoofing und der Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails im Namen Ihrer Domain. Diese Einträge sind für die mail-connect CLOUD verpflichtend. Google, Yahoo und Microsoft verlangen sie inzwischen von jedem Absender, der größere Mengen versendet - fehlen sie, werden E-Mails teilweise direkt abgewiesen und erreichen nicht einmal den Spam-Ordner.
*SPF, DKIM und DMARC schützen Ihre Domain vor Phishing-Angriffen, Spoofing und der Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails im Namen Ihrer Domain. Diese Einträge sind für die mail-connect CLOUD verpflichtend. Google, Yahoo und Microsoft verlangen sie inzwischen von jedem Absender, der größere Mengen versendet.
*Die Einträge werden in der DNS-Verwaltung derjenigen Stelle vorgenommen, die den Nameserver Ihrer Domain betreibt. Wird Ihre Domain über all-connect verwaltet, finden Sie die DNS-Verwaltung im [https://portal.all-connect.net/ Kunden-Portal].
*Die Einträge werden in der DNS-Verwaltung derjenigen Stelle vorgenommen, die den Nameserver Ihrer Domain betreibt. Wird Ihre Domain über all-connect verwaltet, finden Sie die DNS-Verwaltung im [https://portal.all-connect.net/ Kunden-Portal].
*Der Name ''@'' steht für Ihre Domain selbst, also ''beispieldomain.eu''. Manche Portale erwarten statt ''@'' ein leeres Feld oder den vollständigen Domainnamen - das bedeutet dasselbe.
*Die Beispiele sind in der Schreibweise für Zonendateien angegeben. In einem Web-Portal tragen Sie die Bestandteile in die Felder ''Typ'', ''Name'', ''Wert'' und ''Priorität'' ein - die Anführungszeichen entfallen dort.
*Änderungen im DNS sind je nach TTL nicht sofort weltweit aktiv. Planen Sie bis zu 24 Stunden ein, bevor Sie eine Änderung als wirkungslos bewerten.
*Änderungen im DNS sind je nach TTL nicht sofort weltweit aktiv. Planen Sie bis zu 24 Stunden ein, bevor Sie eine Änderung als wirkungslos bewerten. Wenn Sie von einem anderen Anbieter wechseln, senken Sie die TTL Ihrer bestehenden Einträge einige Stunden vorher auf ''300''. Dann greift die Umstellung in Minuten statt Stunden und ein Rückweg ist ebenso schnell möglich.
 
==Reihenfolge und Vorbereitung==
Arbeiten Sie die Schritte in der angegebenen Reihenfolge ab. Wenn Sie von einem anderen Anbieter zu uns wechseln, beachten Sie zusätzlich:
 
#'''TTL senken.''' Setzen Sie die TTL Ihrer bestehenden MX-Einträge einige Stunden vor der Umstellung auf ''300'' (5 Minuten). Die TTL bestimmt, wie lange andere Server einen alten Wert zwischenspeichern. Mit 300 Sekunden greift Ihre Änderung später innerhalb von Minuten statt Stunden - und ein Rückweg ist genauso schnell möglich.
#'''Erst SPF, DKIM und DMARC''' anlegen (Schritt 2 bis 4).
#'''Zum Schluss den MX-Eintrag''' umstellen (Schritt 1).
 
So ist die Authentifizierung bereits aktiv, wenn die ersten E-Mails eintreffen.


=Schritt 1 - MX-Record einrichten=
=Schritt 1 - MX-Record einrichten=
Der MX-Eintrag legt fest, welcher Mailserver E-Mails für Ihre Domain annimmt.
Der MX-Eintrag legt fest, welcher Mailserver E-Mails für Ihre Domain annimmt. Wichtig: Alle MX-Einträge einer Domain müssen zum selben Mailsystem gehören, andernfalls kommt es zu Fehlern.
 
{{Achtung|Alle MX-Einträge einer Domain müssen zum selben Mailsystem gehören. Stehen in Ihrer DNS-Verwaltung noch MX-Einträge eines anderen Anbieters, löschen Sie diese.}}


Tragen Sie folgenden Eintrag ein:
Tragen Sie folgenden Eintrag ein:
{| class="wikitable"
! Feld !! Wert
|-
| Typ || <code>MX</code>
|-
| Name / Host || <code>@</code>
|-
| Priorität || <code>10</code>
|-
| Wert / Ziel || <code>mx.mail-connect.net.</code>
|-
| TTL || <code>3600</code>
|}
In der Schreibweise für Zonendateien entspricht das:


  @    IN      MX 10    mx.mail-connect.net.
  @    IN      MX 10    mx.mail-connect.net.


Hinweis:
Hinweis:
*Das o.g. Beispiel erstellt einen MX-Record für den Hostnamen beispieldomain.eu
*Das o.g. Beispiel erstellt also einen MX-Record für den Hostnamen beispieldomain.eu
*Ein einziger MX-Eintrag genügt. Hinter dem Hostnamen mx.mail-connect.net sind bereits mehrere Mailserver-Adressen redundant hinterlegt. Dadurch können wir bei Wartungen oder Störungen selbständig das Routing bestimmen und Sie müssen Ihrerseits keine DNS-Einstellungen ändern.
*Ein einziger MX-Eintrag genügt, weil hinter unserem Hostnamen mx.mail-connect.net bereits mehrere Mailserver-Adressen redundant hinterlegt sind. Dies ist sinnvoll, damit wir bei Wartungen oder Störungen selbständig das Routing bestimmen können und Sie nicht Ihrerseits DNS-Einstellungen ändern müssen.
*Bitte achten Sie auf den abschließenden Punkt "." nach mx.mail-connect.net.
*Bitte achten Sie auf den abschließenden Punkt "." nach mx.mail-connect.net.


=Fehler am MX-Record=
==Häufige Fehler beim MX-Record==
 
<span id="mx-fehlt"></span>
<span id="mx-fehlt"></span>
==Kein MX-Eintrag vorhanden==
*'''Kein MX-Eintrag vorhanden:''' Dies führt dazu, dass Sie über das Internet keine E-Mails empfangen können. Ohne MX-Eintrag können externe Server keine E-Mails an Ihre Domain zustellen. Bitte tragen Sie den oben gezeigten MX-Record ein.
Dies führt dazu, dass Sie über das Internet keine E-Mails empfangen können. Ohne MX-Eintrag wissen externe Server nicht, wohin sie E-Mails an Ihre Domain zustellen sollen.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Tragen Sie den MX-Record aus Schritt 1 ein.
 
<span id="mx-fremdanbieter"></span>
<span id="mx-fremdanbieter"></span>
==MX-Eintrag zeigt auf einen anderen Anbieter, obwohl in der mail-connect CLOUD noch ein Mailserver besteht==
*'''MX-Eintrag zeigt auf einen anderen Anbieter (z.B. Microsoft 365), obwohl in der mail-connect CLOUD noch ein Mailserver besteht:''' mail-connect kann in manchen Fällen den externen Anbieter nicht erreichen. Eingehende E-Mails werden dann nicht weitergeleitet und gehen verloren bzw. werden an stillgelegte Konten zugestellt. Entfernen Sie entweder den fremden MX-Eintrag, oder kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Mailserver für Ihre Domain deaktivieren können.
mail-connect kann in manchen Fällen den externen Anbieter (z.B. Microsoft 365) nicht erreichen. Eingehende E-Mails werden dann nicht weitergeleitet und gehen verloren bzw. werden an stillgelegte Konten zugestellt.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Sie möchten mail-connect nutzen: Entfernen Sie den fremden MX-Eintrag und tragen Sie den Eintrag aus Schritt 1 ein.
*Sie möchten mail-connect nicht nutzen: Kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Mailserver für Ihre Domain deaktivieren.
 
<span id="mx-kein-postfach"></span>
<span id="mx-kein-postfach"></span>
==MX-Eintrag zeigt auf die mail-connect CLOUD, für die Domain ist bei uns aber kein Mailserver eingerichtet==
*'''MX-Eintrag zeigt auf die mail-connect CLOUD, für die Domain ist bei uns aber kein Mailserver eingerichtet oder aktiviert:''' Eingehende E-Mails kommen zwar bei uns in der Cloud an, können dort aber nicht zugestellt werden und gehen verloren. Kontaktieren Sie uns, damit wir den Mailserver für Ihre Domain einrichten bzw. aktivieren, oder tragen Sie die MX-Records Ihres externen Anbieters ein.
Eingehende E-Mails kommen zwar bei uns in der Cloud an, können dort aber nicht zugestellt werden und gehen verloren.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Sie möchten mail-connect nutzen: Kontaktieren Sie uns, damit wir den Mailserver für Ihre Domain einrichten bzw. aktivieren.
*Sie möchten mail-connect nicht nutzen: Tragen Sie die MX-Records Ihres tatsächlichen Anbieters ein.
 
<span id="mx-punkt"></span>
<span id="mx-punkt"></span>
==Fehlender Punkt am Ende des MX-Ziels==
*'''Fehlender Punkt am Ende:''' Ohne den abschließenden Punkt interpretieren viele Nameserver den Wert als relativ und hängen Ihre eigene Domain an, der Eintrag zeigt dann auf ''mx.mail-connect.net.beispieldomain.eu'' und ist wirkungslos. Manche Portale ergänzen den Punkt automatisch - bitte prüfen Sie das Ergebnis nach dem Speichern.
Ohne den abschließenden Punkt interpretieren viele Nameserver den Wert als relativ und hängen Ihre eigene Domain an. Der Eintrag zeigt dann auf ''mx.mail-connect.net.beispieldomain.eu'' und ist wirkungslos.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Ergänzen Sie den Punkt: ''mx.mail-connect.net.''
*Manche Portale ergänzen den Punkt automatisch. Prüfen Sie das Ergebnis nach dem Speichern.
 
<span id="mx-cname"></span>
<span id="mx-cname"></span>
==MX-Eintrag zeigt auf einen CNAME==
*'''MX-Eintrag zeigt auf einen CNAME:''' Das Ziel eines MX-Eintrags muss ein Hostname mit direktem A- bzw. AAAA-Record sein. Ein CNAME als Ziel ist nicht zulässig, manche Server verweigern dann die Zustellung. Tragen Sie ''mx.mail-connect.net.'' ein, dieser Hostname erfüllt die Anforderung.
Das ist laut Standard nicht zulässig. Manche Server verweigern dann die Zustellung an Ihre Domain.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Das Ziel eines MX-Eintrags muss ein Hostname mit direkter IP-Adresse sein. Tragen Sie ''mx.mail-connect.net.'' ein, dieser Hostname erfüllt die Anforderung.


=Schritt 2 - SPF-Record einrichten=
=Schritt 2 - SPF-Record einrichten=
Der SPF-Eintrag ist eine öffentliche Liste der Server, die E-Mails im Namen Ihrer Domain versenden dürfen. Empfängt jemand eine E-Mail von Ihnen, kann sein Mailserver anhand dieser Liste prüfen, ob der absendende Server dazu berechtigt war. So lässt sich erkennen, ob jemand Fremdes Ihre Domain für Spam- oder Phishing-Mails missbraucht.
Der SPF-Eintrag legt fest, welche Mailserver berechtigt sind, E-Mails im Namen Ihrer Domain zu verschicken. So kann der empfangende Mailserver überprüfen, ob eine E-Mail über einen von Ihnen autorisierten Server versendet wurde oder ob möglicherweise jemand Fremdes Ihre Domain missbraucht (Spam oder Phishing Mails).


Tragen Sie mindestens folgenden Eintrag ein:
Tragen Sie mindestens folgenden Eintrag ein:
{| class="wikitable"
! Feld !! Wert
|-
| Typ || <code>TXT</code>
|-
| Name / Host || <code>@</code>
|-
| Wert || <code>v=spf1 include:_spf.mail-connect.net ~all</code>
|-
| TTL || <code>3600</code>
|}
In der Schreibweise für Zonendateien entspricht das:


  @    IN      TXT      "v=spf1 include:_spf.mail-connect.net ~all"
  @    IN      TXT      "v=spf1 include:_spf.mail-connect.net ~all"


Hinweis:
Hinweis:
*Eine Domain darf nur einen einzigen SPF-Eintrag besitzen. Alle Anbieter werden gemeinsam in diesem einen Eintrag aufgeführt.
*Das o.g. Beispiel erstellt also einen TXT-Record für den Hostnamen beispieldomain.eu
*Weiterführende Informationen zu SPF erhalten Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Policy_Framework
*Eine Domain darf nur einen einzigen SPF-Eintrag besitzen. Weitere Anbieter (z.B. für Newsletter oder ein Ticketsystem) werden als zusätzliches ''include:'' in denselben Eintrag aufgenommen:
 
<span id="spf-endung"></span>
==Die Endung des SPF-Eintrags==
Der letzte Teil des Eintrags legt fest, wie streng nicht gelistete Absender behandelt werden sollen:
 
{| class="wikitable"
! Endung !! Bedeutung !! Empfehlung
|-
| <code>~all</code> || SoftFail - als verdächtig behandeln || '''Standard.''' Guter Kompromiss aus Schutzwirkung und Sicherheit gegen Fehlkonfiguration.
|-
| <code>-all</code> || Fail - abweisen || Stärkster Schutz. Stellen Sie erst darauf um, wenn Sie über die DMARC-Berichte sicher sind, dass alle Ihre Versandwege erfasst sind.
|-
| <code>?all</code> || Neutral - keine Aussage || Bietet '''keinen''' Schutz vor Missbrauch Ihrer Domain, da Empfänger den Eintrag dann behandeln, als gäbe es gar keinen. Nur als kurzfristige Übergangslösung während einer Migration sinnvoll.
|}
 
<span id="spf-weitere-dienste"></span>
==Wenn Sie weitere Dienste nutzen==
Versenden Sie zusätzlich über Newsletter-Tools, ein CRM oder ein Ticketsystem, müssen diese ebenfalls im SPF-Eintrag stehen. Ergänzen Sie dazu nur den ''include:''-Teil des anderen Anbieters in ''demselben'' Eintrag:


  @    IN      TXT      "v=spf1 include:_spf.mail-connect.net include:_spf.anbieter-b.net ~all"
  @    IN      TXT      "v=spf1 include:_spf.mail-connect.net include:_spf.anbieter-b.net ~all"


Hinweis:
*Die Endung legt fest, wie streng nicht gelistete Absender behandelt werden sollen. ''~all'' (SoftFail) ist die empfohlene Standardeinstellung. ''-all'' (Fail) bietet den stärksten Schutz, sollte aber erst gesetzt werden, wenn die DMARC-Berichte zeigen, dass alle Ihre Versandwege erfasst sind. ''?all'' (Neutral) bietet keinen Schutz, da Empfänger den Eintrag dann behandeln, als wäre keiner vorhanden.
*'''Falsch''' ist es, den kompletten Eintrag des anderen Anbieters anzuhängen. Ein zweites ''v=spf1'' oder ein zweites ''all'' innerhalb eines Eintrags funktioniert nicht.
*Alle ''include:'', ''a'', ''mx'' und ''exists'' zusammen dürfen höchstens 10 DNS-Abfragen auslösen - einschließlich derer, die in den Einträgen Ihrer Anbieter enthalten sind. Wird das Limit überschritten, schlägt die Prüfung fehl.
*'''Richtig''' ist genau ein Eintrag, der mit ''v=spf1'' beginnt, alle ''include:'' nacheinander auflistet und mit genau einem ''~all'' endet.
*Weiterführende Informationen zu SPF erhalten Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Policy_Framework
 
{{Achtung|'''Maximal 10 Nachschlagevorgänge:''' Jedes ''include:'', ''a'', ''mx'' und ''exists'' in Ihrem SPF-Eintrag löst beim Empfänger eine DNS-Abfrage aus - auch diejenigen, die in den Einträgen Ihrer Anbieter versteckt sind. Zusammen dürfen es höchstens 10 sein. Werden es mehr, bricht die SPF-Prüfung komplett ab und gilt als fehlgeschlagen.
 
Dieser Fehler ist tückisch, weil der Eintrag im DNS völlig korrekt aussieht. Er tritt typischerweise ab dem dritten oder vierten angebundenen Dienst auf. Entfernen Sie deshalb auch ''include:''-Verweise auf Dienste, die Sie nicht mehr nutzen.}}
 
=Fehler am SPF-Record=


==Häufige Fehler beim SPF-Record==
<span id="spf-fehlt"></span>
<span id="spf-fehlt"></span>
==Kein SPF-Eintrag vorhanden==
*'''Kein SPF-Eintrag vorhanden:''' Dies führt dazu, dass der Versand über die mail-connect CLOUD von vielen Empfängern als unsicher eingestuft wird und Ihre E-Mails möglicherweise im Spam-Ordner beim Empfänger landen bzw. abgewiesen werden. Bitte tragen Sie den oben gezeigten SPF-Record ein.
Dies führt dazu, dass der Versand über die mail-connect CLOUD von vielen Empfängern als unsicher eingestuft wird und Ihre E-Mails möglicherweise im Spam-Ordner beim Empfänger landen bzw. abgewiesen werden.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Sie nutzen ausschließlich die mail-connect CLOUD: Tragen Sie den SPF-Eintrag aus Schritt 2 ein.
*Sie nutzen zusätzlich weitere Anbieter (z.B. für Newsletter): Ergänzen Sie deren ''include:'' im selben Eintrag, siehe [[#spf-weitere-dienste|Wenn Sie weitere Dienste nutzen]].
 
<span id="spf-fremdanbieter"></span>
<span id="spf-fremdanbieter"></span>
==SPF-Eintrag enthält nur einen Fremdanbieter, während die mail-connect CLOUD noch aktiv ist==
*'''SPF-Eintrag enthält nur einen Fremdanbieter, während die mail-connect CLOUD noch aktiv ist:''' Solange mail-connect noch aktiv ist und E-Mails über unsere Server versendet werden, erkennen empfangende Mailserver diese E-Mails als nicht autorisiert - da unsere Server nicht im SPF-Eintrag stehen. Ihre E-Mails landen dann im Spam-Ordner oder werden abgewiesen. Ergänzen Sie ''include:_spf.mail-connect.net'' im bestehenden Eintrag, oder kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Dienst für Ihre Domain deaktivieren.
Solange mail-connect noch aktiv ist und E-Mails über unsere Server versendet werden, erkennen empfangende Mailserver diese E-Mails als nicht autorisiert - da unsere Server nicht im SPF-Eintrag stehen. Dies kann dazu führen, dass Ihre E-Mails beim Empfänger im Spam-Ordner landen oder vollständig abgewiesen werden.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Sie möchten mail-connect nutzen: Ergänzen Sie ''include:_spf.mail-connect.net'' im bestehenden Eintrag.
*Sie möchten mail-connect nicht nutzen: Kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Dienst für Ihre Domain deaktivieren.
 
<span id="spf-doppelt"></span>
<span id="spf-doppelt"></span>
==Es existieren zwei separate TXT-Einträge für SPF==
*'''Es existieren zwei separate TXT-Einträge für SPF:''' Betrifft Domains, für die zwei TXT-Einträge mit ''v=spf1'' hinterlegt sind. Dies führt dazu, dass die SPF-Prüfung beim Empfänger komplett fehlschlägt - E-Mails werden ggf. abgewiesen oder als Spam eingestuft. Fassen Sie beide Einträge zu einem einzigen zusammen (siehe oben) oder löschen Sie den nicht benötigten. Übernehmen Sie beim Zusammenfassen nur den ''include:''-Teil des anderen Anbieters - ein zweites ''v=spf1'' oder ein zweites ''all'' innerhalb eines Eintrags funktioniert nicht.
Betrifft Domains, für die zwei TXT-Einträge mit ''v=spf1'' hinterlegt sind. Eine Domain darf nur einen einzigen SPF-Eintrag haben. Bei zweien schlägt die SPF-Prüfung beim Empfänger komplett fehl - E-Mails werden ggf. abgewiesen oder als Spam eingestuft.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Sie möchten beide Anbieter nutzen: Fassen Sie beide SPF-Einträge zu einem einzigen TXT-Eintrag zusammen, z.B.
 
@    IN      TXT      "v=spf1 include:_spf.mail-connect.net include:_spf.anbieter-b.net ~all"
 
*Sie möchten nur einen Anbieter nutzen: Löschen Sie den nicht benötigten SPF-Eintrag, sodass nur noch ein TXT-Eintrag vorhanden ist.
 
<span id="spf-lookups"></span>
<span id="spf-lookups"></span>
==Zu viele DNS-Abfragen im SPF-Eintrag==
*'''Zu viele DNS-Abfragen im SPF-Eintrag:''' Der Eintrag überschreitet das Limit von 10 Nachschlagevorgängen. Die Prüfung bricht beim Empfänger ab und gilt als fehlgeschlagen, obwohl der Eintrag im DNS korrekt aussieht. Dieser Fehler tritt typischerweise ab dem dritten oder vierten angebundenen Dienst auf. Entfernen Sie ''include:''-Verweise auf nicht mehr genutzte Dienste oder lagern Sie einzelne Versandwege auf eine Subdomain mit eigenem SPF-Eintrag aus.
Der SPF-Eintrag überschreitet das Limit von 10 Nachschlagevorgängen. Die Prüfung bricht beim Empfänger ab und gilt als fehlgeschlagen, obwohl der Eintrag im DNS korrekt aussieht.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Entfernen Sie ''include:''-Verweise auf Dienste, die Sie nicht mehr nutzen.
*Fassen Sie Anbieter zusammen oder lagern Sie einzelne Versandwege auf eine Subdomain mit eigenem SPF-Eintrag aus.


=Schritt 3 - [[DKIM]]-Record einrichten=
=Schritt 3 - [[DKIM]]-Record einrichten=
[[DKIM]] versieht jede Ihrer ausgehenden E-Mails mit einer digitalen Signatur. Der empfangende Mailserver holt sich den passenden öffentlichen Schlüssel aus Ihrem DNS und kann damit zwei Dinge belegen: dass die Nachricht unterwegs nicht verändert wurde und dass sie tatsächlich von Ihrer Domain autorisiert wurde.
[[DKIM]] versieht Ihre ausgehenden E-Mails mit einer digitalen Signatur. Empfangende Mailserver können anhand des im DNS hinterlegten öffentlichen Schlüssels prüfen, ob die Nachricht unterwegs verändert wurde und ob sie über Ihre Domain autorisiert wurde. Anders als SPF überlebt DKIM auch Weiterleitungen.
 
Anders als SPF überlebt DKIM auch Weiterleitungen. Der Eintrag ist deshalb auch dann wichtig, wenn Ihr SPF-Eintrag bereits korrekt ist.


Tragen Sie folgenden Eintrag ein:
Tragen Sie folgenden Eintrag ein:


{| class="wikitable"
  mail-connect._domainkey    IN      TXT      "v=DKIM1; k=rsa; p=MIGfMA0GCSqGSIb3DQEBAQUAA4GNADCBiQKBgQDCdG1MYcrYYxCb3fcCSfgs6GyprlkaKNJ1qCsru1B0/ndQD7iLFECzU2UPGXlSsevM56HxvAQNodjA0zvyrPbAKKdStEeLj1IbySxUoqRjCQOviLS4SI8duVtTd53kum1ugvQtGd7byj6THGkIvJEpI22QzhF2uMfh9ijCiesjAQIDAQAB"
! Feld !! Wert
|-
| Typ || <code>TXT</code>
|-
| Name / Host || <code>mail-connect._domainkey</code>
|-
| Wert || siehe graue Zeile unten
|-
| TTL || <code>3600</code>
|}
 
In der Schreibweise für Zonendateien entspricht das:
 
  mail-connect._domainkey    IN      TXT      v=DKIM1; k=rsa; p=MIGfMA0GCSqGSIb3DQEBAQUAA4GNADCBiQKBgQDCdG1MYcrYYxCb3fcCSfgs6GyprlkaKNJ1qCsru1B0/ndQD7iLFECzU2UPGXlSsevM56HxvAQNodjA0zvyrPbAKKdStEeLj1IbySxUoqRjCQOviLS4SI8duVtTd53kum1ugvQtGd7byj6THGkIvJEpI22QzhF2uMfh9ijCiesjAQIDAQAB


Hinweis:
Hinweis:
*Das o.g. Beispiel erstellt also einen TXT-Record für den Hostnamen ''mail-connect._domainkey.beispieldomain.eu''. Tragen Sie im Namensfeld nur ''mail-connect._domainkey'' ein, ohne Ihre Domain - viele Portale ergänzen diese automatisch.
*Bitte beachten Sie, dass Sie die o.g. graue Zeile in Ihrem Nameserver nur als eine einzige Zeile ohne Zeilenumbruch eintragen. Ein einziges zusätzliches Zeichen macht die Signaturprüfung ungültig.
*Bitte beachten Sie, dass Sie die o.g. graue Zeile in Ihrem Nameserver nur als eine einzige Zeile ohne Zeilenumbruch eintragen. Ein einziges zusätzliches Zeichen macht die Signaturprüfung ungültig.
*Tragen Sie im Namensfeld nur ''mail-connect._domainkey'' ein, '''ohne''' Ihre Domain. Viele Portale ergänzen die Domain automatisch.
*Die Anführungszeichen gehören in einer Zonendatei zwingend dazu, weil die Semikolons sonst als Kommentarzeichen gewertet werden und der Schlüssel verloren geht. In einem Web-Portal entfallen sie.
*Falls Ihnen im [https://portal.all-connect.net/ Kunden-Portal] ein individueller DKIM-Schlüssel angezeigt wird, verwenden Sie diesen anstelle des Werts oben.
*Es können mehrere DKIM-Records parallel in Ihrer Zone existieren. Für mail-connect wird zur Zeit nur dieser Eintrag verwendet.
 
*Weiterführende Informationen zu DKIM erhalten Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/DomainKeys_Identified_Mail
=Fehler am DKIM-Record=


==Häufige Fehler beim DKIM-Record==
<span id="dkim-fehlt"></span>
<span id="dkim-fehlt"></span>
==DKIM-Eintrag fehlt komplett==
*'''DKIM-Eintrag fehlt komplett:''' Dies führt dazu, dass empfangende Mailserver nicht verifizieren können, ob E-Mails legitim über die mail-connect CLOUD versendet werden - E-Mails können als Spam eingestuft oder abgewiesen werden und die Reputation der mail-connect CLOUD kann beeinträchtigt werden. Tragen Sie den oben gezeigten DKIM-Record ein, oder kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Dienst für Ihre Domain deaktivieren.
Dies führt dazu, dass empfangende Mailserver nicht verifizieren können, ob E-Mails legitim über die mail-connect CLOUD versendet werden. E-Mails können als Spam eingestuft oder abgewiesen werden und die Reputation der mail-connect CLOUD kann beeinträchtigt werden.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Sie möchten mail-connect nutzen: Tragen Sie den DKIM-Eintrag aus Schritt 3 ein.
*Sie möchten mail-connect nicht nutzen: Kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Dienst für Ihre Domain deaktivieren.
 
<span id="dkim-falsch"></span>
<span id="dkim-falsch"></span>
==DKIM-Eintrag vorhanden, aber Schlüssel falsch oder verändert==
*'''DKIM-Eintrag vorhanden, aber Schlüssel falsch oder verändert:''' Dies führt dazu, dass die Signaturprüfung fehlschlägt. Die Auswirkungen sind identisch mit einem fehlenden DKIM-Eintrag. Häufigste Ursachen sind Zeilenumbrüche oder Leerzeichen, die beim Kopieren in den Schlüssel geraten sind. Ersetzen Sie den vorhandenen Eintrag durch den korrekten Schlüssel (s.o.).
Dies führt dazu, dass die Signaturprüfung fehlschlägt. Die Auswirkungen sind identisch mit einem fehlenden DKIM-Eintrag. Häufigste Ursachen sind Zeilenumbrüche oder Leerzeichen, die beim Kopieren in den Schlüssel geraten sind.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Sie möchten mail-connect nutzen: Ersetzen Sie den vorhandenen Eintrag durch den korrekten Schlüssel aus Schritt 3.
*Sie möchten mail-connect nicht nutzen: Kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Dienst für Ihre Domain deaktivieren.
 
<span id="dkim-name-doppelt"></span>
<span id="dkim-name-doppelt"></span>
==DKIM-Eintrag wird nicht gefunden==
*'''DKIM-Eintrag wird nicht gefunden:''' Wurde im Namensfeld zusätzlich die eigene Domain eingetragen, steht der Eintrag anschließend auf ''mail-connect._domainkey.beispieldomain.eu.beispieldomain.eu'' und ist wirkungslos. Tragen Sie im Namensfeld ausschließlich ''mail-connect._domainkey'' ein.
Wurde im Namensfeld zusätzlich die eigene Domain eingetragen, steht der Eintrag anschließend auf ''mail-connect._domainkey.beispieldomain.eu.beispieldomain.eu'' und ist wirkungslos.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Tragen Sie im Namensfeld ausschließlich ''mail-connect._domainkey'' ein.


=Schritt 4 - DMARC-Record einrichten=
=Schritt 4 - DMARC-Record einrichten=
''Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance'' (DMARC) schützt Ihre Domain vor Missbrauch durch Spoofing, Phishing und andere Formen der Cyberkriminalität. DMARC baut direkt auf SPF und DKIM auf und ergänzt zwei entscheidende Punkte:
''Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance'' (DMARC) ist ein E-Mail-Validierungssystem, um Ihre Domain vor Missbrauch durch Spoofing, Phishing-Betrug und andere Cyberkriminalität zu schützen. DMARC baut auf SPF und DKIM auf und stellt eine Richtlinie dar, die dem Mail-Empfänger zeigt, was mit E-Mails passieren soll, die scheinbar von Ihrer Domain gesendet wurden, tatsächlich aber von einer fremden Person stammen.
 
*'''Es schützt die sichtbare Absenderadresse.''' SPF prüft technisch nur die Adresse aus dem Hintergrund-Protokoll, nicht die Adresse, die Ihre Empfänger im Postfach sehen. Erst DMARC verlangt, dass die durch SPF oder DKIM bestätigte Domain zur angezeigten Absenderadresse passt.
*'''Es legt eine Richtlinie fest.''' Sie bestimmen selbst, was ein Empfänger mit einer E-Mail tun soll, die diese Prüfung nicht besteht: nur melden, in den Spam-Ordner verschieben oder abweisen.


Zusätzlich erhalten Sie Berichte darüber, wer in Ihrem Namen E-Mails versendet - auch unberechtigt.
Zusätzlich erhalten Sie Berichte darüber, wer in Ihrem Namen E-Mails versendet - auch unberechtigt.


Tragen Sie folgenden Eintrag ein:
Tragen Sie folgenden Eintrag ein:
{| class="wikitable"
! Feld !! Wert
|-
| Typ || <code>TXT</code>
|-
| Name / Host || <code>_dmarc</code>
|-
| Wert || <code>v=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@beispieldomain.eu</code>
|-
| TTL || <code>3600</code>
|}
In der Schreibweise für Zonendateien entspricht das:


  _dmarc    IN      TXT      "v=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@beispieldomain.eu"
  _dmarc    IN      TXT      "v=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@beispieldomain.eu"


Hinweis:
Hinweis:
*Das o.g. Beispiel erstellt einen TXT-Record für den Hostnamen ''_dmarc.beispieldomain.eu''. Tragen Sie im Namensfeld ausschließlich ''_dmarc'' ein, '''ohne''' Ihre Domain.
*Das o.g. Beispiel erstellt also einen TXT-Record für den Hostnamen ''_dmarc.beispieldomain.eu''
*Ersetzen Sie ''beispieldomain.eu'' durch Ihren eigenen Domain-Namen - auch in der Adresse hinter ''rua=''.
*Bitte verwenden Sie anstatt ''beispieldomain.eu'' Ihren eigenen Domain-Namen. Auch in der Mail-Adresse hinter ''rua=''
*Verwenden Sie hinter ''rua='' ein Postfach, das tatsächlich regelmäßig abgerufen wird. Dorthin senden Empfänger täglich Berichte im XML-Format.
*Hinter ''rua='' werden die täglichen Sammelberichte im XML-Format angefordert. Verwenden Sie ein Postfach, das tatsächlich abgerufen wird.
*Beginnen Sie immer mit ''p=none''. In dieser Phase wird nichts blockiert, Sie sammeln nur Berichte. Erst wenn diese über etwa zwei bis vier Wochen zeigen, dass alle Ihre Versandwege die Prüfung bestehen, erhöhen Sie auf ''p=quarantine'' (Zustellung in den Spam-Ordner) und anschließend auf ''p=reject'' (Abweisung).
*Weiterführende Informationen zu DMARC erhalten Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/DMARC
*Weiterführende Informationen zu DMARC erhalten Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/DMARC


<span id="dmarc-stufen"></span>
==Häufige Fehler beim DMARC-Record==
==DMARC schrittweise einführen==
{{Achtung|Starten Sie niemals direkt mit ''p=quarantine'' oder ''p=reject''. Ist auch nur ein Versandweg noch nicht vollständig in SPF und DKIM erfasst, landen Ihre eigenen E-Mails ab diesem Moment im Spam-Ordner oder werden abgewiesen.
 
Mit ''p=none'' passiert genau das nicht: Der Eintrag ist sofort aktiv, blockiert aber nichts. Sie sammeln nur Berichte und sehen daran, ob wirklich alles sauber läuft.}}
 
{| class="wikitable"
! Phase !! Wert für ''p='' !! Dauer !! Wirkung
|-
| 1. Beobachten || <code>p=none</code> || 2-4 Wochen || Nichts wird blockiert. Sie sammeln ausschließlich Berichte.
|-
| 2. Aussortieren || <code>p=quarantine</code> || 2-4 Wochen || Nicht bestandene E-Mails landen beim Empfänger im Spam-Ordner.
|-
| 3. Abweisen || <code>p=reject</code> || dauerhaft || Nicht bestandene E-Mails werden abgewiesen. Voller Schutz.
|}
 
Gehen Sie erst dann in die nächste Phase, wenn in den Berichten alle Ihre legitimen Versandwege erfolgreich geprüft werden. Für die Auswertung der XML-Berichte gibt es kostenlose Online-Werkzeuge - oder Sie sprechen uns an.
 
=Fehler am DMARC-Record=
 
<span id="dmarc-fehlt"></span>
<span id="dmarc-fehlt"></span>
==Kein DMARC-Eintrag vorhanden==
*'''Kein DMARC-Eintrag vorhanden:''' Große Anbieter wie Google, Yahoo und Microsoft stufen Sie als nicht regelkonformen Absender ein. Ab bestimmten Versandmengen werden Ihre E-Mails abgewiesen, ohne dass sie den Spam-Ordner erreichen. Bitte tragen Sie den oben gezeigten DMARC-Record ein.
Große Anbieter wie Google, Yahoo und Microsoft stufen Sie als nicht regelkonformen Absender ein. Ab bestimmten Versandmengen werden Ihre E-Mails abgewiesen, ohne dass sie den Spam-Ordner erreichen.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Tragen Sie den DMARC-Record aus Schritt 4 ein.
 
<span id="dmarc-zu-streng"></span>
<span id="dmarc-zu-streng"></span>
==Direkt mit p=quarantine oder p=reject gestartet==
*'''Direkt mit p=quarantine oder p=reject gestartet:''' Ist auch nur ein Versandweg noch nicht vollständig in SPF oder DKIM erfasst, werden Ihre eigenen E-Mails ab sofort in den Spam-Ordner verschoben oder abgewiesen. Betroffen sind in der Praxis häufig Newsletter-Tools, Webshops oder Ticketsysteme, an die zunächst niemand denkt. Stellen Sie vorübergehend auf ''p=none'' zurück, werten Sie die Berichte aus und erhöhen Sie erst dann schrittweise.
Legitime E-Mails über noch nicht erfasste Versandwege werden sofort in Quarantäne verschoben oder abgewiesen. Das betrifft in der Praxis häufig Newsletter-Tools, CRM- oder Ticketsysteme, an die zunächst niemand denkt.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Stellen Sie den Eintrag vorübergehend auf ''p=none'' zurück.
*Werten Sie die Berichte aus und erhöhen Sie erst dann schrittweise, siehe [[#dmarc-stufen|DMARC schrittweise einführen]].
 
<span id="dmarc-ruf"></span>
<span id="dmarc-ruf"></span>
==ruf= statt rua= verwendet==
*'''ruf= statt rua= verwendet:''' Hinter ''ruf='' werden Forensic Reports angefordert. Diese enthalten personenbezogene Daten und werden von den großen Anbietern wie Google, Microsoft und Yahoo deshalb nicht mehr versendet. Sie erhalten dadurch keine auswertbaren Berichte und können nicht beurteilen, ob eine Erhöhung der Richtlinie gefahrlos möglich ist. Verwenden Sie ''rua='' - nur darüber werden die täglichen Sammelberichte angefordert.
Hinter ''ruf='' stehen sogenannte Forensic Reports. Diese werden von den großen Anbietern wie Google, Microsoft und Yahoo aus Datenschutzgründen praktisch nicht mehr versendet. Sie erhalten dadurch gar keine auswertbaren Berichte und können nicht beurteilen, ob eine Erhöhung der Richtlinie gefahrlos möglich ist.
<span id="dmarc-rua-extern"></span>
 
*'''Berichtsadresse liegt auf einer anderen Domain:''' Soll ''rua='' auf ein Postfach einer fremden Domain zeigen, muss diese Domain der Berichterstattung ausdrücklich zustimmen. Fehlt diese Zustimmung, ignorieren meldende Server die Adresse und es werden gar keine Berichte versendet. Verwenden Sie ein Postfach Ihrer eigenen Domain, oder lassen Sie auf der fremden Domain einen TXT-Eintrag ''beispieldomain.eu._report._dmarc'' mit dem Wert ''v=DMARC1'' anlegen.
Mögliche Lösungsansätze:
<span id="dmarc-adresse-tot"></span>
*Verwenden Sie ''rua='' anstelle von ''ruf=''. Nur darüber werden die täglichen Sammelberichte angefordert.
*'''Berichtsadresse existiert nicht oder wird nicht gelesen:''' Die Berichte können nicht zugestellt werden oder wertet niemand aus. Sie bemerken dadurch nicht, wenn ein Versandweg fehlschlägt oder Ihre Domain missbraucht wird. Verwenden Sie eine Adresse, die tatsächlich existiert und regelmäßig abgerufen wird.
 
<span id="dmarc-rua-adresse"></span>
==Berichtsadresse hinter rua= existiert nicht oder wird nicht gelesen==
Die Berichte können nicht zugestellt werden oder werden von niemandem ausgewertet. Sie merken dadurch nicht, wenn ein Versandweg fehlschlägt oder Ihre Domain missbraucht wird.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Verwenden Sie eine Adresse, die tatsächlich existiert und regelmäßig abgerufen wird.
 
<span id="dmarc-systeme"></span>
<span id="dmarc-systeme"></span>
==Nicht alle versendenden Systeme berücksichtigt==
*'''Nicht alle versendenden Systeme berücksichtigt:''' Systeme, die weder im SPF-Eintrag stehen noch per DKIM signieren, bestehen die DMARC-Prüfung nicht. Ab ''p=quarantine'' werden deren E-Mails aussortiert oder abgewiesen. Prüfen Sie, ob alle Dienste, die mit Ihrer Domain versenden, entweder im SPF-Eintrag stehen oder per DKIM signieren - für DMARC genügt eines von beidem, aber mindestens eines muss zutreffen. Die Berichte aus der Phase ''p=none'' zeigen Ihnen, welche Systeme betroffen sind.
Systeme, die weder im SPF-Eintrag stehen noch per DKIM signieren, bestehen die DMARC-Prüfung nicht. Ab Phase 2 werden deren E-Mails aussortiert oder abgewiesen.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Prüfen Sie vor dem Wechsel auf ''p=quarantine'', ob wirklich alle Dienste, die mit Ihrer Domain versenden, entweder im SPF-Eintrag stehen oder Ihre E-Mails per DKIM signieren. Für DMARC genügt eines von beidem - aber mindestens eines muss zutreffen.
*Die DMARC-Berichte aus Phase 1 zeigen Ihnen, welche Systeme betroffen sind.
 
<span id="dmarc-name"></span>
<span id="dmarc-name"></span>
==DMARC-Eintrag wird nicht gefunden==
*'''DMARC-Eintrag wird nicht gefunden:''' Wurde im Namensfeld zusätzlich die eigene Domain eingetragen, steht der Eintrag anschließend auf ''_dmarc.beispieldomain.eu.beispieldomain.eu'' und ist wirkungslos. Tragen Sie im Namensfeld ausschließlich ''_dmarc'' ein.
Wurde im Namensfeld zusätzlich die eigene Domain eingetragen, steht der Eintrag anschließend auf ''_dmarc.beispieldomain.eu.beispieldomain.eu'' und ist wirkungslos.
 
Mögliche Lösungsansätze:
*Tragen Sie im Namensfeld ausschließlich ''_dmarc'' ein.
 
=Schritt 5 - Ergebnis prüfen=
 
==Einträge kontrollieren==
Öffnen Sie unter Windows die PowerShell und führen Sie folgende Befehle aus. Ersetzen Sie dabei ''beispieldomain.eu'' durch Ihre Domain:
 
Resolve-DnsName beispieldomain.eu -Type MX
Resolve-DnsName beispieldomain.eu -Type TXT
Resolve-DnsName mail-connect._domainkey.beispieldomain.eu -Type TXT
Resolve-DnsName _dmarc.beispieldomain.eu -Type TXT
 
Vergleichen Sie die Ausgabe mit den Werten aus dieser Anleitung.
 
==Praxistest mit einer echten E-Mail==
Der aussagekräftigste Test:
 
#Senden Sie eine E-Mail von Ihrer Domain an ein Gmail-Konto.
#Öffnen Sie die E-Mail dort und wählen Sie im Menü "Original anzeigen".
#Ganz oben müssen alle drei Zeilen ''PASS'' zeigen:
 
SPF:    PASS
DKIM:  PASS
DMARC:  PASS
 
Steht dort ''FAIL'' oder ''SOFTFAIL'', prüfen Sie den entsprechenden Eintrag noch einmal.
 
==Geduld beim Warten==
Änderungen im DNS sind nicht sofort weltweit aktiv. Planen Sie je nach TTL bis zu 24 Stunden ein, bevor Sie eine Änderung als wirkungslos bewerten. Haben Sie die TTL vorab wie oben empfohlen gesenkt, greifen Änderungen meist innerhalb weniger Minuten.
 
=Sie kommen nicht weiter?=
Unser Support hilft Ihnen bei der Einrichtung und prüft Ihre DNS-Einträge auf Wunsch gemeinsam mit Ihnen.


[[Kategorie:Einstellungen E-Mail-Server]]
[[Kategorie:Einstellungen E-Mail-Server]]

Aktuelle Version vom 20. August 2026, 19:25 Uhr

Dieser Artikel beschreibt Schritt für Schritt, wie Sie die DNS-Einträge Ihrer E-Mail-Domain für die Nutzung der mail-connect CLOUD korrekt einrichten. Zu jedem Schritt finden Sie außerdem die häufigsten Fehlerquellen und deren Auswirkungen.

Betreiben Sie für eine Domain niemals zwei parallel aktive Mailsysteme, also z.B. die mail-connect CLOUD und gleichzeitig einen anderen Anbieter wie Microsoft 365. Zwei parallel aktive Mailsysteme führen dazu, dass E-Mails verloren gehen können und/oder in veralteten Postfächern landen.


In den folgenden Abschnitten wird die Domain "beispieldomain.eu" als Beispiel für die benötigten DNS-Einträge verwendet. Passen Sie die DNS-Einträge so an, dass sie auf Ihren gewünschten Domain-Namen passen.


Übersicht

Für den Betrieb einer E-Mail-Domain in der mail-connect CLOUD sind vier DNS-Einträge erforderlich:

  • MX - legt fest, welcher Mailserver E-Mails für Ihre Domain annimmt
  • SPF - legt fest, welche Mailserver in Ihrem Namen versenden dürfen
  • DKIM - signiert Ihre ausgehenden E-Mails digital
  • DMARC - legt fest, wie Empfänger mit E-Mails umgehen sollen, die die SPF- oder DKIM-Prüfung nicht bestehen

Hinweis:

  • SPF, DKIM und DMARC schützen Ihre Domain vor Phishing-Angriffen, Spoofing und der Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails im Namen Ihrer Domain. Diese Einträge sind für die mail-connect CLOUD verpflichtend. Google, Yahoo und Microsoft verlangen sie inzwischen von jedem Absender, der größere Mengen versendet.
  • Die Einträge werden in der DNS-Verwaltung derjenigen Stelle vorgenommen, die den Nameserver Ihrer Domain betreibt. Wird Ihre Domain über all-connect verwaltet, finden Sie die DNS-Verwaltung im Kunden-Portal.
  • Die Beispiele sind in der Schreibweise für Zonendateien angegeben. In einem Web-Portal tragen Sie die Bestandteile in die Felder Typ, Name, Wert und Priorität ein - die Anführungszeichen entfallen dort.
  • Änderungen im DNS sind je nach TTL nicht sofort weltweit aktiv. Planen Sie bis zu 24 Stunden ein, bevor Sie eine Änderung als wirkungslos bewerten. Wenn Sie von einem anderen Anbieter wechseln, senken Sie die TTL Ihrer bestehenden Einträge einige Stunden vorher auf 300. Dann greift die Umstellung in Minuten statt Stunden und ein Rückweg ist ebenso schnell möglich.

Schritt 1 - MX-Record einrichten

Der MX-Eintrag legt fest, welcher Mailserver E-Mails für Ihre Domain annimmt. Wichtig: Alle MX-Einträge einer Domain müssen zum selben Mailsystem gehören, andernfalls kommt es zu Fehlern.

Tragen Sie folgenden Eintrag ein:

@     IN      MX 10    mx.mail-connect.net.

Hinweis:

  • Das o.g. Beispiel erstellt also einen MX-Record für den Hostnamen beispieldomain.eu
  • Ein einziger MX-Eintrag genügt, weil hinter unserem Hostnamen mx.mail-connect.net bereits mehrere Mailserver-Adressen redundant hinterlegt sind. Dies ist sinnvoll, damit wir bei Wartungen oder Störungen selbständig das Routing bestimmen können und Sie nicht Ihrerseits DNS-Einstellungen ändern müssen.
  • Bitte achten Sie auf den abschließenden Punkt "." nach mx.mail-connect.net.

Häufige Fehler beim MX-Record

  • Kein MX-Eintrag vorhanden: Dies führt dazu, dass Sie über das Internet keine E-Mails empfangen können. Ohne MX-Eintrag können externe Server keine E-Mails an Ihre Domain zustellen. Bitte tragen Sie den oben gezeigten MX-Record ein.

  • MX-Eintrag zeigt auf einen anderen Anbieter (z.B. Microsoft 365), obwohl in der mail-connect CLOUD noch ein Mailserver besteht: mail-connect kann in manchen Fällen den externen Anbieter nicht erreichen. Eingehende E-Mails werden dann nicht weitergeleitet und gehen verloren bzw. werden an stillgelegte Konten zugestellt. Entfernen Sie entweder den fremden MX-Eintrag, oder kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Mailserver für Ihre Domain deaktivieren können.

  • MX-Eintrag zeigt auf die mail-connect CLOUD, für die Domain ist bei uns aber kein Mailserver eingerichtet oder aktiviert: Eingehende E-Mails kommen zwar bei uns in der Cloud an, können dort aber nicht zugestellt werden und gehen verloren. Kontaktieren Sie uns, damit wir den Mailserver für Ihre Domain einrichten bzw. aktivieren, oder tragen Sie die MX-Records Ihres externen Anbieters ein.

  • Fehlender Punkt am Ende: Ohne den abschließenden Punkt interpretieren viele Nameserver den Wert als relativ und hängen Ihre eigene Domain an, der Eintrag zeigt dann auf mx.mail-connect.net.beispieldomain.eu und ist wirkungslos. Manche Portale ergänzen den Punkt automatisch - bitte prüfen Sie das Ergebnis nach dem Speichern.

  • MX-Eintrag zeigt auf einen CNAME: Das Ziel eines MX-Eintrags muss ein Hostname mit direktem A- bzw. AAAA-Record sein. Ein CNAME als Ziel ist nicht zulässig, manche Server verweigern dann die Zustellung. Tragen Sie mx.mail-connect.net. ein, dieser Hostname erfüllt die Anforderung.

Schritt 2 - SPF-Record einrichten

Der SPF-Eintrag legt fest, welche Mailserver berechtigt sind, E-Mails im Namen Ihrer Domain zu verschicken. So kann der empfangende Mailserver überprüfen, ob eine E-Mail über einen von Ihnen autorisierten Server versendet wurde oder ob möglicherweise jemand Fremdes Ihre Domain missbraucht (Spam oder Phishing Mails).

Tragen Sie mindestens folgenden Eintrag ein:

@     IN      TXT      "v=spf1 include:_spf.mail-connect.net ~all"

Hinweis:

  • Das o.g. Beispiel erstellt also einen TXT-Record für den Hostnamen beispieldomain.eu
  • Eine Domain darf nur einen einzigen SPF-Eintrag besitzen. Weitere Anbieter (z.B. für Newsletter oder ein Ticketsystem) werden als zusätzliches include: in denselben Eintrag aufgenommen:
@     IN      TXT      "v=spf1 include:_spf.mail-connect.net include:_spf.anbieter-b.net ~all"
  • Die Endung legt fest, wie streng nicht gelistete Absender behandelt werden sollen. ~all (SoftFail) ist die empfohlene Standardeinstellung. -all (Fail) bietet den stärksten Schutz, sollte aber erst gesetzt werden, wenn die DMARC-Berichte zeigen, dass alle Ihre Versandwege erfasst sind. ?all (Neutral) bietet keinen Schutz, da Empfänger den Eintrag dann behandeln, als wäre keiner vorhanden.
  • Alle include:, a, mx und exists zusammen dürfen höchstens 10 DNS-Abfragen auslösen - einschließlich derer, die in den Einträgen Ihrer Anbieter enthalten sind. Wird das Limit überschritten, schlägt die Prüfung fehl.
  • Weiterführende Informationen zu SPF erhalten Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Policy_Framework

Häufige Fehler beim SPF-Record

  • Kein SPF-Eintrag vorhanden: Dies führt dazu, dass der Versand über die mail-connect CLOUD von vielen Empfängern als unsicher eingestuft wird und Ihre E-Mails möglicherweise im Spam-Ordner beim Empfänger landen bzw. abgewiesen werden. Bitte tragen Sie den oben gezeigten SPF-Record ein.

  • SPF-Eintrag enthält nur einen Fremdanbieter, während die mail-connect CLOUD noch aktiv ist: Solange mail-connect noch aktiv ist und E-Mails über unsere Server versendet werden, erkennen empfangende Mailserver diese E-Mails als nicht autorisiert - da unsere Server nicht im SPF-Eintrag stehen. Ihre E-Mails landen dann im Spam-Ordner oder werden abgewiesen. Ergänzen Sie include:_spf.mail-connect.net im bestehenden Eintrag, oder kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Dienst für Ihre Domain deaktivieren.

  • Es existieren zwei separate TXT-Einträge für SPF: Betrifft Domains, für die zwei TXT-Einträge mit v=spf1 hinterlegt sind. Dies führt dazu, dass die SPF-Prüfung beim Empfänger komplett fehlschlägt - E-Mails werden ggf. abgewiesen oder als Spam eingestuft. Fassen Sie beide Einträge zu einem einzigen zusammen (siehe oben) oder löschen Sie den nicht benötigten. Übernehmen Sie beim Zusammenfassen nur den include:-Teil des anderen Anbieters - ein zweites v=spf1 oder ein zweites all innerhalb eines Eintrags funktioniert nicht.

  • Zu viele DNS-Abfragen im SPF-Eintrag: Der Eintrag überschreitet das Limit von 10 Nachschlagevorgängen. Die Prüfung bricht beim Empfänger ab und gilt als fehlgeschlagen, obwohl der Eintrag im DNS korrekt aussieht. Dieser Fehler tritt typischerweise ab dem dritten oder vierten angebundenen Dienst auf. Entfernen Sie include:-Verweise auf nicht mehr genutzte Dienste oder lagern Sie einzelne Versandwege auf eine Subdomain mit eigenem SPF-Eintrag aus.

Schritt 3 - DKIM-Record einrichten

DKIM versieht Ihre ausgehenden E-Mails mit einer digitalen Signatur. Empfangende Mailserver können anhand des im DNS hinterlegten öffentlichen Schlüssels prüfen, ob die Nachricht unterwegs verändert wurde und ob sie über Ihre Domain autorisiert wurde. Anders als SPF überlebt DKIM auch Weiterleitungen.

Tragen Sie folgenden Eintrag ein:

mail-connect._domainkey     IN      TXT      "v=DKIM1; k=rsa; p=MIGfMA0GCSqGSIb3DQEBAQUAA4GNADCBiQKBgQDCdG1MYcrYYxCb3fcCSfgs6GyprlkaKNJ1qCsru1B0/ndQD7iLFECzU2UPGXlSsevM56HxvAQNodjA0zvyrPbAKKdStEeLj1IbySxUoqRjCQOviLS4SI8duVtTd53kum1ugvQtGd7byj6THGkIvJEpI22QzhF2uMfh9ijCiesjAQIDAQAB"

Hinweis:

  • Das o.g. Beispiel erstellt also einen TXT-Record für den Hostnamen mail-connect._domainkey.beispieldomain.eu. Tragen Sie im Namensfeld nur mail-connect._domainkey ein, ohne Ihre Domain - viele Portale ergänzen diese automatisch.
  • Bitte beachten Sie, dass Sie die o.g. graue Zeile in Ihrem Nameserver nur als eine einzige Zeile ohne Zeilenumbruch eintragen. Ein einziges zusätzliches Zeichen macht die Signaturprüfung ungültig.
  • Die Anführungszeichen gehören in einer Zonendatei zwingend dazu, weil die Semikolons sonst als Kommentarzeichen gewertet werden und der Schlüssel verloren geht. In einem Web-Portal entfallen sie.
  • Es können mehrere DKIM-Records parallel in Ihrer Zone existieren. Für mail-connect wird zur Zeit nur dieser Eintrag verwendet.
  • Weiterführende Informationen zu DKIM erhalten Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/DomainKeys_Identified_Mail

Häufige Fehler beim DKIM-Record

  • DKIM-Eintrag fehlt komplett: Dies führt dazu, dass empfangende Mailserver nicht verifizieren können, ob E-Mails legitim über die mail-connect CLOUD versendet werden - E-Mails können als Spam eingestuft oder abgewiesen werden und die Reputation der mail-connect CLOUD kann beeinträchtigt werden. Tragen Sie den oben gezeigten DKIM-Record ein, oder kontaktieren Sie uns, damit wir den mail-connect Dienst für Ihre Domain deaktivieren.

  • DKIM-Eintrag vorhanden, aber Schlüssel falsch oder verändert: Dies führt dazu, dass die Signaturprüfung fehlschlägt. Die Auswirkungen sind identisch mit einem fehlenden DKIM-Eintrag. Häufigste Ursachen sind Zeilenumbrüche oder Leerzeichen, die beim Kopieren in den Schlüssel geraten sind. Ersetzen Sie den vorhandenen Eintrag durch den korrekten Schlüssel (s.o.).

  • DKIM-Eintrag wird nicht gefunden: Wurde im Namensfeld zusätzlich die eigene Domain eingetragen, steht der Eintrag anschließend auf mail-connect._domainkey.beispieldomain.eu.beispieldomain.eu und ist wirkungslos. Tragen Sie im Namensfeld ausschließlich mail-connect._domainkey ein.

Schritt 4 - DMARC-Record einrichten

Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance (DMARC) ist ein E-Mail-Validierungssystem, um Ihre Domain vor Missbrauch durch Spoofing, Phishing-Betrug und andere Cyberkriminalität zu schützen. DMARC baut auf SPF und DKIM auf und stellt eine Richtlinie dar, die dem Mail-Empfänger zeigt, was mit E-Mails passieren soll, die scheinbar von Ihrer Domain gesendet wurden, tatsächlich aber von einer fremden Person stammen.

Zusätzlich erhalten Sie Berichte darüber, wer in Ihrem Namen E-Mails versendet - auch unberechtigt.

Tragen Sie folgenden Eintrag ein:

_dmarc     IN      TXT      "v=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@beispieldomain.eu"

Hinweis:

  • Das o.g. Beispiel erstellt also einen TXT-Record für den Hostnamen _dmarc.beispieldomain.eu
  • Bitte verwenden Sie anstatt beispieldomain.eu Ihren eigenen Domain-Namen. Auch in der Mail-Adresse hinter rua=
  • Hinter rua= werden die täglichen Sammelberichte im XML-Format angefordert. Verwenden Sie ein Postfach, das tatsächlich abgerufen wird.
  • Beginnen Sie immer mit p=none. In dieser Phase wird nichts blockiert, Sie sammeln nur Berichte. Erst wenn diese über etwa zwei bis vier Wochen zeigen, dass alle Ihre Versandwege die Prüfung bestehen, erhöhen Sie auf p=quarantine (Zustellung in den Spam-Ordner) und anschließend auf p=reject (Abweisung).
  • Weiterführende Informationen zu DMARC erhalten Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/DMARC

Häufige Fehler beim DMARC-Record

  • Kein DMARC-Eintrag vorhanden: Große Anbieter wie Google, Yahoo und Microsoft stufen Sie als nicht regelkonformen Absender ein. Ab bestimmten Versandmengen werden Ihre E-Mails abgewiesen, ohne dass sie den Spam-Ordner erreichen. Bitte tragen Sie den oben gezeigten DMARC-Record ein.

  • Direkt mit p=quarantine oder p=reject gestartet: Ist auch nur ein Versandweg noch nicht vollständig in SPF oder DKIM erfasst, werden Ihre eigenen E-Mails ab sofort in den Spam-Ordner verschoben oder abgewiesen. Betroffen sind in der Praxis häufig Newsletter-Tools, Webshops oder Ticketsysteme, an die zunächst niemand denkt. Stellen Sie vorübergehend auf p=none zurück, werten Sie die Berichte aus und erhöhen Sie erst dann schrittweise.

  • ruf= statt rua= verwendet: Hinter ruf= werden Forensic Reports angefordert. Diese enthalten personenbezogene Daten und werden von den großen Anbietern wie Google, Microsoft und Yahoo deshalb nicht mehr versendet. Sie erhalten dadurch keine auswertbaren Berichte und können nicht beurteilen, ob eine Erhöhung der Richtlinie gefahrlos möglich ist. Verwenden Sie rua= - nur darüber werden die täglichen Sammelberichte angefordert.

  • Berichtsadresse liegt auf einer anderen Domain: Soll rua= auf ein Postfach einer fremden Domain zeigen, muss diese Domain der Berichterstattung ausdrücklich zustimmen. Fehlt diese Zustimmung, ignorieren meldende Server die Adresse und es werden gar keine Berichte versendet. Verwenden Sie ein Postfach Ihrer eigenen Domain, oder lassen Sie auf der fremden Domain einen TXT-Eintrag beispieldomain.eu._report._dmarc mit dem Wert v=DMARC1 anlegen.

  • Berichtsadresse existiert nicht oder wird nicht gelesen: Die Berichte können nicht zugestellt werden oder wertet niemand aus. Sie bemerken dadurch nicht, wenn ein Versandweg fehlschlägt oder Ihre Domain missbraucht wird. Verwenden Sie eine Adresse, die tatsächlich existiert und regelmäßig abgerufen wird.

  • Nicht alle versendenden Systeme berücksichtigt: Systeme, die weder im SPF-Eintrag stehen noch per DKIM signieren, bestehen die DMARC-Prüfung nicht. Ab p=quarantine werden deren E-Mails aussortiert oder abgewiesen. Prüfen Sie, ob alle Dienste, die mit Ihrer Domain versenden, entweder im SPF-Eintrag stehen oder per DKIM signieren - für DMARC genügt eines von beidem, aber mindestens eines muss zutreffen. Die Berichte aus der Phase p=none zeigen Ihnen, welche Systeme betroffen sind.

  • DMARC-Eintrag wird nicht gefunden: Wurde im Namensfeld zusätzlich die eigene Domain eingetragen, steht der Eintrag anschließend auf _dmarc.beispieldomain.eu.beispieldomain.eu und ist wirkungslos. Tragen Sie im Namensfeld ausschließlich _dmarc ein.