Aufbau einer Domain in Subdomains, (g)/(cc)TLD und SLD

Alle Domains lassen sich in einem Wurzelbaum abbilden (siehe Beispiel). Jeder Knoten wird in der Schreibweise durch einen Punkt "." getrennt und besitzt einen Namen. Erst die Angabe des vollständigen Zweiges nach oben ist eindeutig (Fully Qualified Domain Name). Beispiel: www.all-connect.net. - der letzte Punkt (das Root-Label) kann in der Praxis entfallen, gehört aber richtigerweise hinzu.

          .                   0. Ebene/Level: Root-Label oder einfach nur Punkt (dot)
         / \
       de   net               1. Ebene/Level: Top-Level-Domains (TLD)
      /       \
   zwo        all-connect     2. Ebene/Level: Second-Level-Domains (SLD)
  /   \         /  |  \
www  mail    muc  www  mail   3. Ebene/Level: Third-Level-Domains (Hostnamen)
              |
            rz-mai            4. Ebene/Level: Beliebig erweiterbar...

Eine Subdomain ist demnach immer der Name des jeweils darüber liegenden Zweiges. Beispiel: www.all-connect.net. ist eine Subdomain von all-connect.net., was wiederum eine Subdomain von net. ist.

Die ersten Ebenen im Baum haben in der Praxis eigene Bezeichnungen gefunden:

  1. Top-Level-Domains (TLD): Das ist jeweils die Domain-Endung, wie etwa "de" oder "com". Sie werden zusätzlich unterteilt in:
    • Generic TLDs (gTLD): Dies sind die allgemeinen, international gebräuchlichen Domains wie etwa com/net/org/info/biz.
    • Country Code TLDs (ccTLD): Hierbei handelt es sich um die länderspezifischen Domains, wonach jedes Land der Erde seine eigene Endung (gem. ISO Country Code) erhält, z.B. "de".
  2. Second-Level-Domains (SLD):
    • In den meisten Ländern ist dies bereits der eigentliche Wunschname, also z.B. all-connect bei all-connect.net.
    • Manche Länder verwenden an dieser Stelle aber noch eine Zwischenstufe, um die Domain-Vergabe zu kategorisieren - z.B. Großbritanien: Dort gibt es u.a. co.uk für kommerzielle (commercial) Angebote oder org.uk für Organisationen (gemeint sind non profit organisations).

Die 0. Ebene, auch root genannt entfällt im Sprach- und Schriftgebrauch, da sie als Wurzelursprung technisch ohne Alternativen ist.


Registrierung

Registrierungsstelle, Registry, Registrar und Registrant

Eine Domain-Registrierungsstelle (auch Network Information Center (NIC) oder nur Registry genannt) ist eine Organisation (z.B. die Denic), die Domains verwaltet. Ein Registrar fungiert als Schnittstelle zwischen der Registrierungsstelle und dem Registrant.

Als Registrant wird der Endkunde bezeichnet, also derjenige, der eine Domain tatsächlich für sich registriert hat. Man spricht also hier wieder vom Domaininhaber (englisch Domain Holder) oder auch vom Owner-C.

Holder, Owner-C, Amin-C und sonstige "-Cs"

Der Owner-C (Owner Contact) oder auch Holder (Inhaber) ist der Inhaber einer Domain. Der Domaininhaber ist der Vertragspartner der Registrierungsstelle (z.B. Denic).

Der Admin-C (Administrative Contact) ist der administrative Ansprechpartner einer Domain. Er ist nicht automatisch der Inhaber der Domain, auch wenn es im privaten Bereich oft die Regel ist. Der Admin-C ist gegenüber dem Owner-C weisungsgebunden und handelt in seinem Auftrag. In Deutschland (und manchen anderen Ländern) ist es zwingend erforderlich, dass der Admin-C eine natürliche Person ist und eine gerichtlich ladungsfähige, jeweilige inländische Adresse hat.

Die meist optionalen Tech-C, Zone-C, Billing-C (C = Contact) Angaben sind zusätzliche Ansprechpartner, die eine Domain im jeweiligen Kontext betreuen (also allgemein technisch, technisch hinsichtlich der Nameserver und für große Provider hinsichtlich der buchhalterischen Abwicklung).

Sunrise Period, Live Registry und Cybersquatting

Der Ausdruck Sunrise Period bzw. Vorrechtphase bezeichnet einen Zeitraum während der Einführung einer neuen Top-Level-Domain oder Second-Level-Domain, in dem das Registrieren von Domains ausschließlich Antragstellern vorbehalten ist, die bestimmte Auflagen erfüllen (z.B. Besitz eingetragener Markenrechte).

Solche Phasen können je nach Domain-Registrierungsstelle auch gedeckelt definiert werden, z.B.

  1. Phase: Nur eingetragene Markenrechte
  2. Phase: Auch nicht eingetragene Warenzeichen

Eine Sunrise Period soll verhindern, dass Domains mit Warenzeichen durch Dritte (z.B. Privatpersonen) gesichert werden und durch die entsprechenden Markenrechtsinhaber erst vor Gericht oder durch Zahlung hoher Ablösesummen wiedererlangt werden können (Cybersquatting).

Nach der Sunrise Period steht das Registrieren von Domains jedermann frei. Dabei gilt fast immer die Regel Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Dieser Betrieb nennt sich dann ganz normal die Live Registry.

Cybersquatting (engl. squatter = Hausbesetzer), auch Domänenbesetzung, ist eine abfällige Bezeichnung für das Registrieren von Begriffen als Internet-Domainnamen, die dem Registrierenden eigentlich nicht zustehen. Der Cybersquatter bietet diese Domains dann einem Interessenten mit "besseren Rechten" oder einem besonderen Interesse zu einem möglicherweise hohen Preis an, ein Akt, der von manchen als Erpressung angesehen wird.

Wegen der Identität oder Ähnlichkeit mit seinem Firmennamen, Personennamen, Marken- oder Produktnamen fühlt sich der Rechteinhaber einem hohen Druck ausgesetzt, die Domain zu erwerben. Aus dieser häufig ungünstigen Verhandlungsposition ergibt sich die oft erhebliche Preisforderung, die sich von der Preisbildung am freien Markt unterscheiden kann.

Treuhandservice, Treuhänder

Der Treuhandservice von all-connect ermöglicht durch Treuhänder eine Domain-Registrierung in bestimmten Ländern, wo die jeweilige Registrierungsstelle zu erfüllende Auflagen vorgibt. Z.B. muss in Frankreich u.a. eine französische Adresse des Domaininhabers angegeben werden.

Ein Treuhandverhältnis zwischen zwei Parteien liegt dann vor, wenn ein Recht (hier im Kontext also das Nutzungsrecht/Eigentum an einer Domain) "zu treuen Händen" übertragen wird. Im Verhältnis zu Dritten (Außenverhältnis) findet eine vollständige Übertragung des Rechts statt.

Der Treuhänder ist also eine natürliche oder juristische Person, die ein Recht für den Treugeber verwaltet. Hier im Kontext registriert er (meist vor Ort) eine Domain und stellt diese als Mittelsmann zwischen den Vertragsparteien "Endkunde, der eine Domain beantragt" und "Registrierungsstelle, die eine Domain vergibt" zur Verfügung. Auch hier gelten die jeweiligen Vergaberichtlinien der Registrierungsstelle im Innenverhältnis für Sie als Endkunden, da ja der Treuhänder gegenüber der Registrierungsstelle selbst auch weisungsgebunden ist.

Domain-Verfügbarkeit, Domaininhaber-Datenbank, Whois

Auskünfte auf Anfragen, ob und ggf. an wen Domains vergeben sind, obliegen der jeweils mit der Verwaltung betrauten Registrierungsstelle und sind nicht für jede Länderkennung verfügbar. Im Zweifel ergibt erst eine verbindliche Domainbestellung während des Registrierungsprozesses verbindlich Auskunft, ob eine Domain verfügbar ist oder nicht.

Die technische Bereitstellung sowie Zugriffsrechte auf Domaininhaber-Datenbanken werden je nach Land und Domaintyp sehr unterschiedlich geregelt. Grundsätzlich basiert die Umsetzung auf dem historisch gewachsenen Whois Dienst (engl. Who is = Wer ist), der inzwischen jedoch nicht mehr in allen Belangen praxistauglich ist.

Meist werden Kontaktdaten einer Domainregistrierung (also Inhaber, Admin-C und weitere Ansprechpartner) in einer sogenannten Whois Datenbank gespeichert. Diese Datenbank ist je nach Registrierungsstelle mehr oder weniger vollständig (also inkl. Adresse, Telefon und E-Mail) öffentlich abfragbar. So lässt sich auch feststellen, ob eine Domain noch verfügbar ist.

Da es keine Standards für den Whois Dienst gibt, müssen für jeden Domaintyp und jedes Land individuelle Informationen vorliegen, wo und wie die Domaininhaber Datenbank abrufbar ist. all-connect bietet Ihnen hierfür online einen übergreifenden Abfrageservice an (siehe hier rechts den Verfügbarkeits Check), der es ermöglicht, gängige internationale und europäische Länderdomains abzufragen.

DNS, IPs und Nameserver

Das Domain Name System (DNS) ist einer der wichtigsten Dienste im Internet. Er funktioniert im Hintergrund und unbemerkt vom Benutzer. Seine Hauptaufgabe ist die Umsetzung von "Internetadressen" (also Domains) wie zum Beispiel www.all-connect.net in die zugehörige IP-Adresse.

Eine IP-Adresse (Internet-Protocol-Adresse) dient zur eindeutigen Adressierung von Servern im Internet. Technisch gesehen ist die Nummer eine 32-stellige Binärzahl (z.B. 192.168.1.1). Die IP-Adresse entspricht funktional der Telefonnummer in einem Telefonnetz.

Das DNS ist eine weltweit verteilte hierarchische Datenbank, in der alle Domains im Internet technisch verwaltet werden. Funktional entspricht das dem Telefonbuch. Dieser Telefonbuchdienst (also die Datenbank) wird von Nameservern übernommen, welche weltweit eindeutig registriert sind.

Einsatz von Domain

Haupt-/Co-/Alias-Domain

Co- bzw. Alias-Domains sind zusätzliche Domains, die parallel zu Ihrer ersten Haupt-Domain auf einen Web- und/oder E-Mailserver geschaltet werden.

all-connect nutzt als Domain z.B. http://www.all-connect.net/ - dennoch ist unser Internetauftritt u.a. auch unter http://www.allconnect.de/ erreichbar. Dieser Fall ist typisch für Konfigurationen, wo zusätzliche Domains etwaige TLD-Verwechslungen oder Schreibfehler ausmerzen sollen.

Eine Unterscheidung zwischen Haupt-/Co-/Alias-Domains findet meist nicht statt. Vgl. dazu auch Vorteile von Co- bzw. Alias-Domains.

Web-/Mail-Server, Webweiterleitung

Ein Webserver ist ein Computer mit einer speziellen Websoftware, der Dokumente an Webbrowser überträgt. Ein Mailserver ist ebenso ein Computer, der E-Mails handhabt: Er hat die Aufgabe, E-Mails zu empfangen, zu versenden, zu speichern oder weiterzuleiten.

Beide Serverdienste werden in der Praxis überwiegend als Hosting Service von Providern, also entsprechenden Dienstleistern im Internet bereitgestellt: all-connect bietet Ihnen hierfür die einfachen web-connect Pakete. Damit stellen Sie bequem und ohne technisches Zutun Ihre (Firmen-)Homepage online und nutzen weltweit und mobil Ihre eigenen E-Mail Adressen.

Eine besondere Form des Hostings stellt die Webweiterleitung dar: Hierbei wird für eine Domain kein eigener Webserver eingerichtet, sondern es wird bei Aufruf dieser Domain an einen anderen Webserver umgeleitet. Ein besonderer Vorteil dabei ist auch die Möglichkeit, dass Sie an eine spezielle Unterseite auf einen anderen Webserver verweisen können. Das macht Sinn, um beispielsweise einen Produktnamen als Domain zu registrieren und bei dessen Aufruf direkt auf die jeweilige Produktseite auf der Firmen-Homepage zu verweisen.

Beispiele für Alias-Domains in anderen Ländern:

Beispiele für Alias-Domains bei Produktnamen:

Beispiele für Alias-Domains im Marketing:

Tipp:
Die all-connect Webweiterleitung nutzen Sie als Firmenkunden kostenlos für jede Domain, die bei all-connect registriert wurde. Dies ist besonders attraktiv für einprägsame Begriffe oder besonders kurze Domains, die z.B. nur aus drei Buchstaben bestehen und so einen hohen Wert darstellen.

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